
Medieval Frontiers: Öffentliche Steam-Demo startet am 19. Februar
Am 19. Februar wird es ernst: Active Fungus Studios veröffentlicht die erste Demo zu Medieval Frontiers. Der First-Person-Survival-Builder lädt dazu ein, nicht nur zu überleben, sondern Bleibendes zu schaffen.
Nach der Krimi-Reihe Inspector Schmidt wechselt das Münchner Studio das Genre, nicht aber den Anspruch. Der Notizblock weicht dem Hammer. Statt narrativer Tiefe steht nun systemische Tiefe im Fokus.
(Über)Leben mit Konsequenzen
Der Einstieg ist klassisch: Man erwacht im Wald, die Kälte beißt, die Arbeit wartet. Doch Medieval Frontiers macht schnell klar, dass es hier um mehr geht als den einsamen Kampf gegen den Hunger. Der Fokus verschiebt sich zügig auf den Aufbau und das Management einer Siedlung. Das Spiel richtet sich an Strategen, die physische, nachvollziehbare Systeme suchen statt abstrakter Menüs.
Die Atmosphäre in der Demo ist greifbar. Morgennebel drückt nicht nur auf die Stimmung, sondern auch auf die Sichtweite. Man hört das Unterholz knacken, während man die nächste Jagd oder den nächsten Ausbau plant. Der Wald fühlt sich lebendig an. Das Wetter wechselt vom lauen Sommertag zum unerbittlichen Gewitter. Der erste Unterschlupf aus Holz fühlt sich wie ein echter Schutz an, ein Ort mit Gewicht, Wärme und Bedeutung.
Organisches Bauen statt starrer Vorgaben
Starre Baukategorien gibt es nicht. Anstatt im Menü ein vordefiniertes Gebäude auszuwählen, errichtet man ein Haus und definiert dessen Zweck durch den Inhalt. Ein Schuppen wird erst zur Werkstatt, wenn Werkbank und Werkzeug platziert werden. Ein Bett und eine Feuerstelle machen ihn zum Wohnhaus. Das macht das Bauen persönlich: Jedes Gebäude ist eine individuelle Lösung für ein konkretes Problem, keine vorgefertigte Hülle.
Vom Handwerk zur Verantwortung
Die Demo zeigt den frühen "Gameplay-Loop": Sammeln, Herstellen, Bauen und die Versorgung der ersten Bewohner. Diese sind keine reinen Statisten; sie haben Tagesabläufe, Bedürfnisse und reagieren auf ihre Umgebung. Sobald das Dorf wächst, wird aus dem Handwerker ein Anführer. Das Spiel belohnt diesen Wechsel: Siedler übernehmen Aufgaben, transportieren Waren und helfen bei Bauprojekten, die man geplant hat.
Die Highlights der Demo
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Freies Bauen ohne Raster: Volle Rotation und Anpassung an das Gelände für natürlich gewachsene Dorfstrukturen.
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Das "Werkbank-Prinzip": Räume definieren sich durch ihre platzierten Möbel und Werkzeuge, nicht durch Menü-Labels.
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Lebendige Siedlung: Bewohner mit eigenem Tagesablauf, Bedürfnissen und KI-Routinen.
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Spürbares Wetter: Jahreszeiten bestimmen Vorbereitung, Tempo und Risiko.
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Physische Ressourcen: Nahrung und Werkzeuge sind echte Objekte mit Gewicht, keine bloßen Zahlen im Inventar.
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Resilienz-System: Ein erster Einblick in das Gesundheitssystem, das vorausschauende Planung belohnt.
